Der Kuckuck und die Kuckuckslichtnelke

Wenn sein Ruf erschallt, verkündet er das Erwachen des Sommers!

Später als andere Zugvögel kehrt er aus seinem winterlichen Exil südlich des Äquators zurück. In der zweiten Hälfte des Aprils, wenn die Tage spürbar länger werden und die Temperaturen steigen, schallt sein Ruf über Wiesen und Wälder. Zur gleichen Zeit erblüht die Kuckuckslichtnelke, eine Charakterpflanze reicher Feuchtwiesen. Auf den Wiesen bei Frensdorf blüht sie reichlich im Lebensraum der Störche.

Kuckuckslichtnelke, Foto: bauernmuseum bamberger land
Kuckuckslichtnelke im Auenbereich der Rauhen Ebrach
Foto: pixabay
Schaumnest der Schaumzikade am Wiesenknopf (Foto:Pixabay)

Es drängt sich die Frage auf: Gibt es eine Verbindung zwischen dieser Pflanze und dem namensgebenden Vogel?

An Kuckuckslichtnelke und Wiesenschaumkraut findet man oft den geheimnisvollen „Kuckucksspeichel“. Bei diesem Phänomen handelt es sich um die Schaumnester der Wiesenschaumzikade. Durch den Schaum sind die Larven vor Feinden geschützt und finden die für ihr Wachstum richtige Feuchtigkeit und Temperatur.

Auch andere heimische Vögel geben ihre Namen an Wild- und Gartenpflanzen weiter. Beim Lerchensporn erinnert der langgezogene Blütensporn an den Schopf der Haubenlerche. Der Storchschnabel bildet gestielte Samenstände aus, die Hals und Kopf des Storches ähneln.

Doch wie steht es um die Pflanzen, die Vogelnamen tragen?

Im Gegenzug sind die Vögel, die Pflanzennamen tragen, eng mit diesen verbunden. Eichelhäher, Buchfink und Misteldrossel wurden nach ihren Lieblingsfrüchten benannt. Der Vogelbeerbaum lässt sich nicht eindeutig zuordnen. Laut dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) ist er bei über 60 Vogelarten beliebt.

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/tiere/voegel/22389.html

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